Drettmann International | Lexikon
Lexikon der Elegance Yachten
Bei unseren Yachten werden immer wieder technische Begriffe und Abkürzungen verwendet, die nicht für jeden verständlich sind. Somit haben wir hier ein immer weiter wachsendes Lexikon gestartet, das Ihnen diese Begriffe näher bringen soll. Als Basis der Erläuterungen wurden verschiedene Quellen aus dem Internet verwendet, wie z.B. Herstellerseiten oder auch www.wikipedia.de.
Eine kleine Übersicht der wichtigsten Seemannsfachwörter ist hier zu finden: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_seem%C3%A4nnischer_Fachw%C3%B6rter
Bilge
Als Bilge wird der unterste Raum auf einem Schiff bezeichnet, der direkt oberhalb der Schiffsplanken oder oberhalb des Kiels liegt. In der Regel ist dort auch bei hohen Temperaturen der kühlste Ort auf dem Schiff.
In der Bilge sammelt sich das in den Schiffsrumpf eingedrungene Wasser (beispielsweise in Holzschiffen) sowie bei moderneren Schiffen auch Kondenswasser. Dieses Wasser nennt man Bilgewasser, auch Kieljauche. Es kann mit eingebauten Lenzpumpen abgepumpt werden.
Bei modernen Schiffen mit Motorantrieb ist - sofern die Antriebsmaschine nicht mit einer eigenen Bilge, der Motorbilge ausgestattet ist - das Bilgewasser meist mit Öl- und Kraftstoffresten kontaminiert und darf nicht einfach auf See abgepumpt werden, sondern bedarf einer fachgerechten Gefahrstoff-Entsorgung. In der Binnenschifffahrt kann die Entsorgung durch einen Bilgenentöler durchgeführt werden.
Scherzhaft wird aufgrund der schmatzenden Geräusche, die durch das bewegte Bilgewasser entstehen, behauptet, in der Bilge wohne das „Bilgeschwein“.
Bilgepumpe
(siehe auch Lenzpumpe)
Brückennock
Brückennock der AIDAdiva
Auf den meisten Schiffen ist an Backbord und Steuerbord vom Ruderhaus ein offenes Deck, welches über den Aufbau hinaus bis an die maximale Breite des Schiffes ragt. Diese Nock dient zur Erlangung eines besseren Überblickes, z. B. bei Hafenmanövern, weshalb auch in neuerer Zeit an den äußeren Enden ein Fahrstand, d. h. ein Tableau mit den wichtigsten Bedienelementen, eingebaut ist. Hier steht auch der Ausguck, um zu sehen und zu hören. Bei Schiffen, die viel in nördlichen Gewässern fahren, ist die Nock ein integrierter Teil der Brücke, ist also nicht mehr offen.
Bugstrahlruder
Ein Bugstrahlruder (engl. bow thruster) ist eine Einrichtung in der Nähe des Schiffsbugs (unter Wasser) zum besseren Manövrieren im Hafen.
Ein Bugstrahlruder ist ein rohrförmiger Durchgang durch die gesamte Schiffsbreite im vorderen Zehntel eines Schiffes. Quer eingesetzt in dieses Rohr ist eine Propelleranlage, welche es ermöglicht, den Bug des Schiffs nach Backbord oder Steuerbord zu bewegen. Dies geschieht durch Änderung der Drehrichtung des Propellers oder Verstellen der Propellerflügel. Angetrieben wird der Propeller durch einen im Schiff installierten Elektro- oder Hydraulikmotor.
Das Bugstrahlruder kann aufgrund von hydrodynamischen Effekten nur bis zu einer Fahrtgeschwindigkeit von 5 Knoten eingesetzt werden. Bei höheren Geschwindigkeiten ist es fast vollkommen wirkungslos.
Capstan
Capstan ist die nautische Bezeichnung einer Winsch, welche eine vertikale Achse hat, auf die das Seil oder der Anker gewickelt wird. Moderne Capstans haben einen elektrischen, pneumatischen oder hydraulischen Motor zur Kraftunterstützung. Capstan stammt aus dem englischen und ist eine klassische Winsch. (siehe auch Winsch und Windlass)
CE Norm
Mit der Einführung der CE-Kennzeichnung (CE-Seetauglichkeitseinstufung) wurden auch Wasserfahrzeuge, die innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes in der Sport- und Freizeitschiffahrt genutzt werden, so genannten „harmonisierten“ Regeln unterworfen.
Durch die Richtlinie 2003/44/EG wurden die Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedsstaaten des EWR vereinheitlicht. Dies bezog sich sowohl auf die Lärm- und Abgasemissionen als auch auf die Anforderungen hinsichtlich der Seetauglichkeit der Fahrzeuge.
Die Seetauglichkeit der Sportboote wird in vier Buchstaben unterteilt, die wiederum Wellenhöhen und Windstärken zuzuordnen sind, denen das Wasserfahrzeug gemäß Einordnung des Herstellers bei voller Beladung sicher widerstehen muss:
A = Wind über 8 Beaufort (mehr als 75 km/h) und/oder Seegang über 4 Meter Wellenhöhe = „Hochsee“/„offene See“
B = Wind bis 8 Beaufort (bis gut 75 km/h) und/oder Seegang bis einschließlich 4 Meter Wellenhöhe = „außerhalb von Küstengewässern“/„ungeschützte Gewässer“
C = Wind bis 6 Beaufort (bis gut 50 km/h) und/oder Seegang bis einschließlich 2 Meter Wellenhöhe = „küstennahe Gewässeer“/„durch die Küste geschützte Gewässer“
D = Wind bis 4 Beaufort (bis knapp 30 km/h) und/oder Seegang bis einschließlich 0,3 Meter Wellenhöhe = „Häfen“/„Binnengewässer“/„geschützte Gewässer“
Die Richtlinie gilt für Sportboote, die nach dem 30. September 1995 gebaut worden sind, sowie deren Ausrüstung. Die Richtlinie betrifft nicht Ausrüstungsgegenstände aus der Berufsschifffahrt.
DNV Zertifikat
Det Norske Veritas (DNV) ist eine unabhängige Stiftung. DNV wurde 1864 in Oslo, Norwegen gegründet. Der Unternehmenszweck ist der Schutz von Leben, Eigentum und der Umwelt.
Das Unternehmen gliedert sich in 4 Geschäftsbereiche: Marine, Certification, Technology Service, Consulting
In den Bereichen der Schiffsklassifikation (ca. 18 % der weltweiten Schiffsflotte), Managementsystemzertifizierung (mehr als 58.000 gültige Zertifikate) und der technischen Überwachung von Off-Shore Einrichtungen, ist DNV eines der weltweit führenden Unternehmen
DSC Controller
Digital Selective Calling (DSC; Digitaler Selektivruf) ist ein Anrufverfahren im Seefunk, das alternativ zum Sprechfunk-Anruf benutzt wird. Ein Anruf dient dem Herstellen einer Funkverbindung mit einer bestimmten Funkstelle oder auch allen erreichbaren Funkstellen (all ships/stations), wobei die rufende Funkstelle der/den gerufenen Funkstelle(n) mitteilt, auf welchem Kanal bzw. auf welcher Frequenz (Arbeitskanal) sie Verbindung aufzunehmen wünscht.
Beim DSC geschieht der Anruf durch Übermittlung einer Schmalband-Telex-Sendung, wobei sowohl sendende als auch empfangende Funkstelle(n) mit Zusatzgeräten an ihren Seefunkanlagen (sog. DSC-Controllern) ausgerüstet sein müssen. Die rufende Funkstelle gibt hierbei die MMSI der angerufenen Funkstelle(n), die Art des Anrufes (Not-, Dringlichkeits-, Sicherheits- oder Routineverkehr) sowie ggfs. den Kanal (bei UKW-Seefunkgeräten) bzw. die Frequenz (bei Grenzwelle/Kurzwelle-Seefunkgeräten) für den folgenden Sprechfunkverkehr in den DSC-Controller ein. Der DSC-Controller der rufenden Funkstelle ergänzt automatisch die genaue Uhrzeit und Position (sofern ein GPS-Gerät angeschlossen ist) bzw. die letzte von Hand eingegebene Position und Uhrzeit sowie die MMSI der rufenden Funkstelle. Alles weitere, wie z.B. Art der gewünschten Hilfeleistung, Art des Hindernisses für die Schifffahrt oder der Routinefunkverkehr erfolgt im Anschluss an den DSC-Anruf mittels Sprechfunk. DSC ist somit kein Ersatz für den Sprechfunkverkehr, sondern lediglich für den Sprechfunk-Anruf.
Besondere Vorteile des DSC sind u.a.:
auf der/den gerufenen Funkstelle(n) wird mit einem akustischen und optischen Signal auf den eingehenden Anruf hingewiesen, so dass eine ständige Überwachung des gesamten Funkverkehrs auf relevante Anrufe nicht erforderlich ist,
die per DSC übertragenen Daten erscheinen in Klarschrift auf dem DSC-Controller der gerufenen Funkstelle, so dass Fehler durch Mitschreiben des Anrufes oder durch unverständliche Sprachübermittlung vermieden werden,
die per DSC übertragenen Daten werden in einem Speicher des DSC-Controllers abgelegt und können somit jederzeit abgerufen werden.
Die Übermittlung des DSC erfolgt auf speziellen, dafür reservierten Kanälen bzw. Frequenzen. Bei UKW ist dies Kanal 70, bei Grenzwelle die Frequenz 2187,5 kHz und bei Kurzwelle fünf spezielle Not- und Sicherheitsfrequenzen. Eine Durchführung von Sprechfunk auf diesem Kanal bzw. diesen Frequenzen ist verboten. (siehe auch GMDSS)
Echograph
Der Echograph ist ein graphisches Aufzeichnungsgerät der Informationen, welche das Echolot liefert.
Echolot
Das Echolot ist ein in der Nautik verwendetes Gerät zur akustischen Messung von Fluss- oder Meerestiefen. Teilweise wird es auch in der Luftfahrt als "sonic altimeter" eingesetzt. Das Echolot gehört zu den aktiven Sonar-Methoden (engl. für sound navigation and ranging) zur Ortung von Objekten unter Wasserschall.
EPIRB
(siehe Notfunkbake und GMDSS)
Fishfinder
Es handelt sich um hochfrequente Aktivsonare, die Echos der Schwimmblasen orten. Die meisten Fishfinder nutzen nicht akustische Resonanzwirkung der Schwimmblasen, sondern arbeiten bei höheren Frequenzen. Es gibt aber insbesondere für Forschungszwecke (z. B. Simrad EK 60) Mehrfrequenz-Sonare, die mit Hilfe der Resonanzfrequenz eine Unterscheidung der Größe der Fische ermöglichen.
GFK
Glasfaserverstärkter Kunststoff, kurz GFK, ist ein Faser-Kunststoff-Verbund aus einem Kunststoff (z. B. Polyesterharz, Epoxidharz oder Polyamid) und Glasfasern. Er ist der am häufigsten eingesetzte langfaserverstärkte Kunststoff.
GFK ist umgangssprachlich auch als Fiberglas bekannt. Das Wort Fiberglas ist ein Anglizismus, der sich aus fiberglass (AE) bzw. fibreglass (BE), dem englischen Wort für Glasfaser, gebildet hat.
GMDSS
Das Global Maritime Distress and Safety System kurz GMDSS ist eine Zusammenfassung von technischen Einrichtungen, Dienststellen und Regeln zur weltweiten Hilfe bei Seenotfällen und zur Sicherung der Schifffahrt. GMDSS wurde im Rahmen von SOLAS, dem internationalen Abkommen über die Sicherheit des Lebens auf See, eingerichtet.
GMDSS besteht aus folgenden Bestandteilen:
- Seefunk- und Küstenfunkstellen, die mittels Seefunk und DSC einen Notruf aussenden und empfangen können.
- SART-Radar-Transponder, die ein charakteristisches Signal aussenden wenn sie ein Radarstrahl trifft und so die Ortung erleichtern.
- EPIRB, die an Satelliten ein Notsignal samt Positionsdaten liefern. Zulässig auch über DSC im terrestrischen Bereich, aber wegen der Kosten nicht in Gebrauch.
- COSPAS/SARSAT polumlaufende und geostationäre Satelliten zum Empfang von Notmeldungen.
- InMarSat geostationäre Satelliten zur Kommunikation,
- Bodenstationen und Schiffsstationen für die Satellitensysteme (Raisting in Deutschland)
- Rescue Coordination Centers (RCC) Einsatzzentralen zur Koordinierung der Hilfeleistung (RCC Bremen in Deutschland)
- NAVTEX, ein Funkfernschreibsystem, mit dem Notmeldungen, Warnungen und sonstige nautische Informationen für einzelne Seebereiche verbreitet werden.
GyroTrac
Dieser Fluxgate-Kompass ist mit einem digitalen Gyro-Sensor kombiniert und gleicht auch das Rollen und Stampfen einer Yacht optimal aus. Damit ist die Kursanzeige immer stabil. Der Kompass-Sensor eignet sich auch sehr gut für Radaranlagen mit MARPA und True Motion oder für Selbststeuer- und SATCOM-Anlagen.
Der digitale Gyro-Kompass GYROTRAC besteht aus 2 Komponenten: Dem DGI (Digital Gyro Inclinometer) und dem DGC (Digital Gyro Compass). Das DGI berechnet das Rollen und Stampfen des Schiffes, der DGC den Kurs. Beide Werte werden ausgewertet, und evtl. beabsichtigte Kursänderungen werden angezeigt. Änderungen des Kurses aufgrund der Roll- bzw. des Stampfbewegungen des Schiffes werden erkannt, und der Kompasskurs wird nicht verändert. Der digitale Gyro-Kompass arbeitet bis zu einem Krängungswinkel von 45°. Die Genauigkeit beträgt +/- 1° (typ.).
Der GYROTRAC kann an Radaranlagen, Autopiloten und Instrumentensysteme mit NMEA-Eingang angeschlossen werden. Außerdem hat er Datenausgänge im Sin/Cos-, Cetrek- und Furuno AD10S-Format. Als weitere Kursanzeigen stehen eine Maxi-Anzeige, eine Analog-Anzeige oder eine rotierende Kompass-Scheibe zur Verfügung.
Der Gyro-Sensor wird bei den selbstausrichtenden Satellitenantennen und Inmarsat Mini-M-Antennen zur Stabilisierung der Antennen verwendet. Bei der TracVision G4, G6 und TracVision G8 ist der GYROTRAC bereits im Lieferumfang enthalten. (siehe TracVision)
Heckstrahlruder
Entspricht dem Gegenstück des Bugstrahlruders. Lediglich am Heck angebracht. (siehe Bugstrahlruder)
Intercom
Gegensprechanlage zur internen Kommunikation auf der Yacht.
Kartenplotter
(siehe Plotter)
Klampe
Eine Klampe (auch: Klampfe, mnd. zu Klammer) ist eine in der Seefahrt verwendete Vorrichtung zum Befestigen von Fasertauwerk (Seilen). Sie hat zwei gegenüberliegende Hörner, um die das Tau im Wechsel geschlagen wird. Klampen werden auf ihren Untergrund (z.B. das Schiffsdeck oder den Mast) geschraubt oder geschweißt. Klampen gibt es je nach Verwendungszweck und der damit verbundenen Kräfte (Last) in unterschiedlichen Größen und aus unterschiedlichen Materialien. Beim Befestigen eines Taus an einer Klampe mittels geeigneter Knoten spricht man seemännisch auch vom Belegen der Klampe.
Die Vorrichtung zum Festmachen eines Schiffes am Kai heißt Poller.
kn
Der Knoten ist ein Geschwindigkeitsmaß in der See- und Luftfahrt - basierend auf der Längeneinheit Nautische Meile (NM, nm, SM, sm):
Definition: 1 Knoten = 1 Seemeile/Stunde = 1,852 km/h = 0,51444 m/s
Einheitszeichen, deutsch: kn
Einheitszeichen, englisch: kts
Lenzpumpe
Bilgepumpe bei der Arbeit
Als Lenzen (niederländisch lens = "leer") bezeichnet man allgemein das Abpumpen von Wasser aus einem (Wasser-) Fahrzeug, insbesondere von solchem, das sich bei einem Leck oder auch beim normalen Betrieb im unteren Teil eines Schiffsrumpfes sammelt. Vor allem bei alten Holzschiffen war das ständige Eindringen von Wasser durch Fugen und Spalten des Rumpfes ein Problem, da man Holzrümpfe nicht vollkommen abdichten konnte, so dass man das Wasser wieder aus dem Schiff abpumpen musste, um es über Wasser zu halten. Besondere Bedeutung kommt dem Lenzen dabei in der Bilge zu, dem Teil des Schiffes, der sich unterhalb der Wasseroberfläche befindet. Denn dort sammelt sich das eindringende Wasser, das abgepumpt werden muss.
Häufig kommt hierzu eine sog. Lenzpumpe (vom niederländischen lenspomp) - auch Bilgepumpe (Bilge) zum Einsatz, die meist darauf optimiert ist, hohe Volumina Wasser zu transportieren, und nicht darauf, besonders hohe Drücke zu erzeugen. Denn Lenzpumpen wurden ursprünglich entwickelt, um Holzschiffe längerfristig seetauglich zu machen.
Mittlerweile verfügen jedoch auch andere Fahrzeuge als Schiffe über Lenzpumpen, so zum Beispiel manche Panzer, die so Gewässer gefahrlos durchqueren können. Inzwischen gibt es auch andere Lenztechniken, so dass auch nicht alle Schiffe über Lenzpumpen verfügen.
Log
Ein Log (auch Logge, Mehrzahl Loggen; v. engl. Log = (ursprüngl.) Holzklotz) ist in der Seefahrt und Navigation ein Messgerät zur Bestimmung der Fahrgeschwindigkeit von Wasserfahrzeugen. Es zeigt die im Wasser zurückgelegte Strecke oder die Geschwindigkeit (Fahrt) an. (siehe auch Sumlog)
MAN Gold Standard
Von dem Qualitätszertifikat profitieren Werften und Yachtbesitzer gleichermaßen.
Das Gütesiegel – MAN Gold Standard® – wird nur an privat genutzte Yachten vergeben, die nachweislich strengste Qualitätsansprüche bei Einbau und Abstimmung der MAN Motorenanlage erfüllen. Für den Yachteigner bedeutet das noch mehr Sicherheit und eine verbesserte Gewährleistung:
Zwei Jahre ab erster Inbetriebnahme des Schiffes auf die Motorenanlage und weitere drei Jahre auf definierte Motorteile.
MMDS
Das MAN Motordiagnose- und Überwachungssystem MMDS (MAN Monitoring & Diagnostic System) erfasst wichtige Daten wie Drehzahl, Öldruck, Ladeluftdruck und Ladelufttemperatur sowie den Füllstand und die Temperatur des Kühlwassers. Es ist einfach zu bedienen und überzeugt durch hohe Leistungsfähigkeit.
Navtex
Navtex Drucker
NAVTEX (Navigational Information over Telex) dient in der Seefahrt weltweit zum Verbreiten von Sicherheits- und Wetterinformationen (Maritime Safety Information). Die Nachrichten werden schriftlich auf der Frequenz 518 kHz in englischer Sprache, und in einigen Ländern auch auf der Frequenz 490 kHz in Landessprache verbreitet. (siehe auch Wetterfax und GMDSS)
Nirosta
Ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma Krupp und steht für 'Nicht rostender Stahl'. Man benutzt den Begriff auch gerne umgangssprachlich für hochwertigen rostfreien Stahl.
Notfunkbake
Superman
Unterman
Eine Notfunkbake (engl. emergency position indicating radio beacon, EPIRB) ist ein kleiner Funksender, mit dessen Hilfe Satelliten oder Search-and-Rescue-Einsatzkräfte rettungsbedürftige Schiffe, Personen oder Flugzeuge orten können. EPIRB ist die übliche Bezeichnung in der Schifffahrt, dient aber auch als Oberbegriff für Notfunkbaken unabhängig von ihrem Einsatzgebiet, da die Alarmierung bei allen nach dem selben Prinzip funktioniert.
Pantry
Als Pantry wird auf Yachten die Kombüse bezeichnet. Auf großen Schiffen oder in Flugzeugen bezeichnet dieser Begriff meist eine einfache Anrichte oder eine kleine Küche. Sie kann aber auch den Raum zur Reinigung und Aufbewahrung des Geschirrs bezeichnen. In Englischen Villen aber auch Bezeichnung als Raum zur Aufbewahrung von Geschirr u.s.w..
Plicht
Eine Plicht (umgangssprachlich auch: Cockpit) ist ein Teil an Deck eines Sportbootes mit Steuerstand und Sitzbänken.
Die Plicht liegt niedriger als das Deck (zum Schutz vor Wind und Wasser sowie vor dem Überbordgehen). Sie befindet sich entweder achterlich (meistens) oder mittschiffs. Sie kann offen oder geschlossen sein. Auf manchen Schiffen, v. a. Motorbooten, gibt es zwei Steuerstände (eine Plicht gibt es jedoch immer nur einmal).
Plotter
Kartenplotter sind Schiffsnavigationsgeräte, die auf einem Display eine elektronische Seekarte anzeigen. Die Geräte bieten eine Zoom-Funktion an, durch die das Seegebiet in verschiedenen Maßstäben und Auflösungsstufen angezeigt werden kann. Die modernen Kartenplotter besitzen ein farbiges Display und können beispielsweise mit einem GPS-System, dem Echolot und/oder dem Windmesser verbunden werden. Damit bieten sie dem Schiffsführer immer die aktuellen Informationen und sind somit eine wichtige Navigationshilfe.
Poller
In der Schifffahrt ist ein Poller ein kurzer Pfahl aus Metall oder Holz zum Festmachen eines Schiffes. Landseitig, am Kai oder an der Pier, sind Poller meist gegossene pilz- oder hakenförmige Metallkörper, um die der Schiffsbefestiger die Festmacherleine legt. Bordseitig sind Poller meist als Schweißkonstruktion ausgeführt, oben mit einer gegossenen oder geschweißten Verdickung versehen und paarweise vorhanden. Ein bordseitiger Doppelpoller dient nicht nur dazu, die Festmacherleine zu belegen (achtförmig herumzuwickeln), sondern kann auch als Bremse benutzt werden, um das Schiff mit der allerersten Festmacherleine (z. B. der Vorspring) vollständig abzubremsen. Hierzu wird sie mit nur wenigen Törns (Windungen) belegt, und mit dem losen Ende wird von Hand gefühlvoll nachgegeben, so dass die Festmacherleine rutscht anstatt zu brechen (reißen). Man bezeichnet dies als schricken. Zum Festmachen dünneren Tauwerks dienen an Bord die Klampen.
Schanzkleid
Das Schanzkleid eines Schiffes ist die massive, brüstungs- oder wandartige Fortsetzung oder Erhöhung der Bordwand über ein freiliegendes Schiffsdeck hinaus. Es ist insofern eine Sonderform der sonst offenen Reling. Es hat nicht nur wie die Reling die Funktion einer Brüstung (Absturzsicherung), sondern es hat am Bug vor allem die Aufgabe, im Seegang überkommendes Wasser abzuweisen. Dies ist bei Schiffen, die bauartbedingt kein geschlossenes Deck aufweisen, für die Sicherheit, z.B. Kenterstabilität, erforderlich, beispielsweise bei Open-Top-Containerschiffen. Bei Seegangs-Modellversuchen in Schiffbau-Versuchsanstalten gehört es standardmäßig mit zum Versuchsprogramm zu messen, wieviel Wasser pro Zeiteinheit an Deck gelangt, um zu prüfen, ob das Schanzkleid am Bug hoch genug ist und weit genug nach hinten reicht. Ein Schanzkleid kann mit Speigatten (Öffnungen im Schanzkleid mit Rückflussklappen) versehen sein, um übergekommenes Wasser abzuleiten. Eine weitere Aufgabe des Schanzkleides ist die Aufnahme von Spannungen, welche durch die Biegung des Rumpfes entstehen.
Seemeile
Formel zur Berechnung der Seemeile
Die Seemeile (sm) = nautical mile (nm) ist definiert als 1 Meridianminute, also als der 60ste Teil der Entfernung zwischen zwei Breitengraden. Aus der Länge eines Meridians vom Äquator bis zum Pol von ca. 10 002 km (Ellipsoidparameter des WGS84) ergibt sich ein mittlerer Wert von 1852,2m.
Tatsächlich entspricht eine Meridianminute am Äquator 1843 m und an den Polen 1862 m.
In DIN 1301, Teil 2, vom Februar 1978 und der internationalen Norm ISO 31-1 aus dem Jahre 1992 ist 1 sm auf 1852 m festgelegt. (siehe auch Knoten)
SSB Radio
Marine SSB (Single Side Band) ist ein populäres Mittel der Kommunikationen da die Reichweite mehrere tausend Meilen beträgt und somit eine Kommunikationsmöglichkeit besteht, die auch eine Atlantiküberquerung erlaubt. Yacht zu Yacht Kommunikation ist in der Regel kostenlos, man kann aber zusätzliche Dienste nutzen, wie z.B. Internet, Wetterfax(weather fax) und Telefonanrufe. Diese sind dann gebührenpflichtig.
Stabilisatoren
Stabilisierungsflossen werden üblicherweise bei größeren Yachten (>20m) eingesetzt. Sie sind normalerweise seitlich am Unterwasserschiff angebracht um den Rollbewegungen bei schwerem Seegang entgegenzuwirken.
Zunächst bestanden die Flossen aus einer längs zum Schiffsrumpf starr aufgesetzten Konstruktion. Im Laufe der Weiterentwicklung sind sie inzwischen im Rumpf versenkbar und werden nur bei Bedarf ausgefahren um den Wasserwiderstand nicht unnötig zu erhöhen. Außerdem liegen die modernen Flossen nicht mehr längs zum Schiff sondern stehen wie Flugzeugflügel vom Schiff ab.
In der Regel können heute auch die Anstellwinkel der Flossen hydraulisch verändert werden, so dass ihre Ausrichtung laufend (computergesteuert) an die Rollbewegung des Schiffes angepasst wird.
Sumlog
Das Sumlog® gilt als Klassiker der Weg- und Geschwindigkeitsmeßgeräte. Seine Zuverlässigkeit und Genauigkeit haben über viele Jahre hinweg einen Weltruf erlangt.
Das heißt konkret: Digitaltechnologie und Mikroprozessoren, verbunden mit einer analog/digitalen Anzeigeform. Hervorragend ablesbar. Gepaart mit einer herausragenden Haltbarkeit.
Ob für Segel- oder Motoryachten, mit dem Sumlog® wissen Sie immer ganz genau, wie viel Fahrt Sie machen. Auch das Ablesen der Wegstrecke und Tagesdistanz - mit Sumlog® kein Problem.
Die komplette VDO Sumlog-Anlage besteht aus einem Anzeiger, einem Schaufelradgeber mit 10m Anschlußkabel und einer sicheren Bodendurchführung. (siehe auch Log)
TracVision
Selbstausrichtende und schnell nachführende Marine Satelliten TV Antenne. Auch für stürmisches Wetter und schnelle Fahrt. Mit 49 cm bis zu 89cm Durchmesser für optimalen Empfang.
Reichweite der einzelnen Antennen für den Astraempfang sind hier zu finden (Astra 1G/1H/Astra 2 A Süd/Astra 1KR)
UKW Funk
Kommunikationssystem ähnlich dem klassischen CB Funk. Reichweite liegt bei ca. 50km zu Häfen und bei ca. 20km zwischen Schiffen. Ist das Standardkommunikationsmedium auf Schiffen. (Wird auch VHF Radio genannt)
Verholwinsch
Eine Verholwinsch entspricht einer klassischen Winsch, bzw. eines Capstan. Damit wird das Seil 'verholt'. Einer unserer Lieferanten für die Verholwinschen ist Maxwell. (siehe auch Winsch und Capstan)
VHF Radio
(siehe UKW Funk)
Wetterfax
Als Wetterfax (oder Wefax oder WEFAX oder WeFax) bezeichnet man spezielle Funkdienste auf Kurzwelle bei denen entweder (geschriebene) Wetterberichte als Funkfernschreiben (sogenanntes RTTy), oder Grauskala-Satellitenbilder oder monochrome Wetterkarten gesendet werden.
Dabei werden die Satellitenbilder direkt vom Wettersatelliten (z. B. Meteosat von Eumetsat) gesendet.
Wetterfax ist bei Funkamateuren beliebt weil man insbesondere die RTTy-Berichte mit relativ einfachen Mitteln (Weltempfänger und PC mit soundcard und geeigneter software) empfangen und darstellen kann.
Umgangssprachlich werden außerdem meteorologische Faxabrufdienste als Wetterfax bezeichnet. (siehe auch NavTex)
Windlass
Windlass ist die nautische Bezeichnung einer Winsch, welche eine horizontale Achse hat, auf die das Seil oder der Anker gewickelt wird. (siehe auch Winsch und Capstan)
Winsch
Eine Winsch (engl. Winch = (Seil-)Winde) ist ein in der Seefahrt gebräuchliches Gerät, um mit großer Kraft an einem Seil zu ziehen. Dabei wird das Seil mit einigen Windungen um die Winsch gelegt und diese dann mittels einer Kurbel per Hand oder mit Motorkraft gedreht. Die Winsch hat ein eingebautes Getriebe, so dass mehrere Umdrehungen an der Winschkurbel einer Umdrehung an der Winsch entsprechen. Eine Drehrichtung der Winsch ist gesperrt, sodass sich das Seil nicht wieder zurück abwickeln kann. (siehe auch Capstan, Windlass und Verholwinsch)